Bevor es noch mehr Konfusion gibt: Du hast den Inhalt meines Beitrags total missverstanden. Unter “richtiger Forschung” verstehe ich einfach Sachen, die heute noch nicht bekannt sind. Ich maße mir keineswegs an zu wissen, was in der Zukunft kommt oder was andere machen sollen. Genau das werfe ich aber der EU-Forschungsförderung vor. Es ist leicht rauszufinden (Datenbanken), dass der Großteil der EU-Forschung olle Kamellen betrifft – das zu erarbeitende Resultat ist schon vor Projektbeginn bekannt. Teilweise Zustimmung: Manche Projekte sind wohl eher aufgrund des Networkings durchgekommen, als aufgrund ihres Innovationsgedankens. Es fällt mir aber schwer, das auf einen Großteil zu übertragen – da fehlt mir die Übersicht. Daher behaupte ich, dass diese Projekte reine Geldverschwendung sind, wenn man sie nicht als reine Beschäftigungsmaßnahme ansieht. Vergleiche mal das Niveau der US-amerikanischen Forschungsprojekte mit dem der EU-Projekte, dann siehst Du was ich meine. Klingt etwas undifferenziert – aber wie gesagt, der bürokratische Overhead ist bei (Forschungs)anträgen unstrittig zu hoch und die Entscheidungswege sind mitunter ärgerlich. Insofern besteht Übereinstimmung. Dein erstes Statement, die Forderung die FF abzuschaffen, halte ich wenig zielführend und die Forderung richtig forschen zu lassen etwas überheblich – daher meine Reaktion. Würde man sie abschaffen, wäre wieder jeder Staat auf sich gestellt und gegen die USA chancenlos. Man muß das schon gemeinsam hinbekommen. Aber gemeinsam heisst halt auch, die unterschiedlichen Interessen unter einen Hut zu bekommen und gleichzeitig Besitzstände neu zu verteilen. Das ist in Europa schwieriger als in den USA und führt genau zu dem Politikoverhead, den “wissenschaftlichen Fehlentscheidungen” und diesen langsamen Prozessen. Ein Patentrezept, schnell aus dieser Zwickmühle heraus zu kommen, sehe ich nicht. Auch wenn Du mir jegliche Kompetenz absprichst, nicht mehr es ist doch naiv zu glauben, dass EU-Bürokraten am besten wissen, was geforscht werden soll.
ACK, aber sie sind in Europa zwangsläufig stärker beteiligt. Im Rahmen des Zusammenwachsens muß ihr Einfluß zurück gefahren und dadurch eine Effezienz-/Qualitätssteigerung erreicht werden.